Faszination des Schreckens, oder warum ich jetzt Pro 7 abwatschen werden. Soeben lief der Meilenstein der Fernsehgeschichte "Uri Geller live - Ufos & Aliens". Viel werde ich darüber nicht schreiben (im Vergleich zum vorangegangenen Artikel). Aber ich will folgende Gedanken dazu unterbringen:
Mit einer guten Flasche Rotwein hätte ich vielleicht noch einen gewissen Unterhaltungswert aus dieser Sendung ziehen können, aber leider mußte ich nüchtern dieses Trauerspiel der Inkompetenzen und dumm-peinlichen Inszenierungen ertragen. Die Moderatoren konnten offensichtlich selbst nicht sorecht den Schwachsinn aushalten, ohne dabei grinsen zu müssen. Wenn es so schon in dieser Sendung keine Zeichen von Außerirdischen gab, dann zumindest eines von gesundem Menschenverstand.
Na, Gratulation Pro 7. Ein toller Fernsehsender, der bereits vor Jahren mit "Galileo" die bahnbrechende Route der "Un-Bildung" beschreitet und recht erfolgreich seinen erwachsenen Zuschauern eine Mischung aus "Sendung mit der Maus", "Akte X" und "Jackass" als "Wissenschaft" andreht.
Aber das was gerade eben lief, schoß den Vogel ab. Eine ausgewogene Mischung aus fachkundigen Gästen, die sich gegenseitig offensichtlich nichts zu sagen hatten, grandioser Offenbarungen, die selbst meinen neunjährigen Neffen verzweifelt seufzen ließen und einer audiovisuellen Inszenierung, die verhinderte, daß der geneigte Zuschauer einschlief. Ich bin zutiefst beeindruckt.
Naja gut, ich will den Programmachern keineswegs die Naivität und Dummheit unterstellen, die sie wohl von ihren Zuschauern annehmen, denn da steckt natürlich Kalkül und Geld dahinter, so eine (wenn auch peinliche) Nummer durchzuziehen. Money rules. Und eben der große
Uri Geller, der charismatische Womanizer mit Zauberkräften, ist eine Geldmaschine. Ein Tausendassa, der leider bereits in den 1970ern von
James Randi eher als "Show-Man", denn "authentisch Übersinnlicher" entlarvt wurde.